Das Trennsystem

Für die Kellerstraße in Stegaurach soll ein Trennsystem eingebaut werden.  Dadurch entstehen den Anwohnern zusätzliche Kosten für den Anschluss.  Ganze Gärten,  gepflasterte Flächen und Wege müssen aufgegraben werden und bei einigen Anwohnern ist es technisch kaum ausführbar und der Anschluss würde mehrere 1000,00 EUR zusätzlich verursachen.  Diese Problematik hätte eigentlich vor der Planung bei den Gundstückseigentümern geklärt werden müssen.

Bis heute weiß keiner der Anlieger genau, was und wie er das bewerkstelligen soll.  Einem Anlieger hat man mitgeteilt, er müsse nicht anschließen,  einem anderen hat man vorgeschlagen,  drei Regenrinnen anzuschließen, wobei 30 Meter Pflaster aufgerissen werden müssen.  Es ist eine Tiefe von bis zu ca. zwei Meter  nötig, um anzuschließen. Bei der Erneuerung der Peter-Graf-Straße wird auch auf das Trennsystem verzichtet. Hier entstünden erhebliche Kosten für die Gemeinde,  also lässt man es wegfallen.  Uns werden zusätzliche Kosten zugemutet.  In einem Schreiben am 04.06.2009 forderten wir die Gemeinde um Klärung  vor Ort auf, ob ein Trennsystem mit wirtschaftlichen Aspekten sinnvoll erscheint.  Dies ist nur bei einem Grundstück und das unzureichend erfolgt.

Der zusätzliche Regenwasserkanal kostet der Gemeinde ca.  140.000,00  EUR für nur 12 Anlieger, die eventuell gar nicht oder teilweise angeschlossen werden.  Dies ist Verschwendung von Steuergeldern. Das anfallende Wasser ist im Vergleich nur marginal zur gesamten Abwassermenge der ganzen Gemeinde.  Das nachträgliche Trennsystem ist unsinnig.  Wenn dieser Präzedenzfall mit Anschlusszwang durchgesetzt wird,  haben auch zukünftige Kanalsanierungen anderer Straßen in Stegaurach wirtschaftliche Folgen für die betroffenen Anlieger.

Durch die nachträgliche Trennung von Regenwasser und Abwasser spart die Gemeinde,  laut Aussage einer Mitarbeiterin von Südwasser GmbH in der Gemeinderatsitzung am 14.06.2009,  kein Geld. Pauschal kann man nicht behaupten, dass es ein Nutzen ist, nachträglich ein Trennsystem einzuführen. Das gesamte Kanalnetz muß betrachtet werden.